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GEOPARK RIES

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Der Name SUEVIT (Schwabenstein) wurde erstmals von E. Fraas (1919) in den »Begleitworten zu der geognostischen Spezialkarte von Baden-Württemberg, Atlasblatt Bopfingen«, erwähnt. Die erstmalige Namengebung für dieses Impaktgestein hat dazu geführt, dass in jedem Einschlagkrater der Erde, in dem es so oder in ähnlicher Form vorkommt, von SUEVIT gesprochen wird.

Der Suevit ist das typischste und wichtigste Gestein des Rieskraters. In diesem Gestein wurden 1960 bzw. 1963 von Eugene Shoemaker und Edward Chao die beiden Hochdruckformen des Quarzes Coesit und Stishovit entdeckt. Später gelang der Nachweis von Impaktdiamanten. Dies sind eindeutige Belege für die Entstehung des Nördlinger Rieses durch den Einschlag eines großen Meteoriten.

suevit 2019Der Suevit entstand durch die ungeheuere Druck- und Hitzeeinwirkung bei dieser kosmischen Katastrophe. Das Gestein ist eine so genannte Impaktbreccie, ein Trümmergestein, das aus verschiedenen Gesteinskomponenten zusammengesetzt ist, die in eine feinkörnige Grundmasse eingebettet sind. Der Suevit war v. a. während des Mittelalters ein beliebter Baustein, wie man in Nördlingen u. a. an der St.-Georgs-Kirche und Teilen der Stadtmauer und in Deiningen an der St. Martin-Kirche sehen kann.

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