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Nach der Auflösung des Zimmerer Konvents wurde der Klosterbesitz zunächst als Pflegamt innerhalb der oettingen-oettingischen Herrschaft weitergeführt, ehe unter Graf (seit 1674 Fürst) Albrecht Ernst I. und Fürst Albrecht Ernst II., dem letzten Vertreter seiner Linie, große Teile dieser Gütermasse abgegeben wurden. Spätestens mit dem Aussterben der Linie Oettingen-Oettingen waren die verbliebenen Teile des ehemaligen zimmerischen Besitzes in die Oberämter der Linie Oettingen-Wallerstein absorbiert worden.

Aus dem früheren Klostergelände war ein Hofgut, eine oettingische Domäne geworden. Im Jahr 1716 wurde ein Heilbad errichtet, da dort eine Schwefelquelle entsprang; weitere Stationen des 18. Jahrhunderts waren der Bau eines Lustgartens und einer Orangerie und der Aufbau einer Fasanerie (bereits um 1700).

Als diese Einrichtungen nicht den gewünschten langfristigen Erfolg verzeichneten, verlegte man sich wieder mehr auf die Landwirtschaft; seit 1756 befand sich in Klosterzimmern ein Brauhaus, seit 1765 eine Kaserne. Die vorläufig letzte wirtschaftlich bedeutende Episode war die Errichtung einer »Cottonfabrik« (Cotton, englische Bezeichnung für Kattun = Baumwolle) durch den in Heilbronn geborenen Nördlinger Theodor Philipp Buhler, die nach ihrem Bankrott durch eine Leinwandbleiche der Fürsten ersetzt worden sein soll, die bis etwa 1850 in Betrieb war.

Das Gut Klosterzimmern, das an drei verschiedene Familien verpachtet war, wurde von Fürst Karl zu Oettingen-Wallerstein zum 1. Januar 1922 in die Eigenbewirtschaftung zurückgenommen und im Laufe der Jahre zu einem Musterbetrieb mit Vorbildwirkung für die gesamte Region ausgebaut.

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