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GEOPARK RIES

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Deiningen-Römer

Die damaligen Menschen bezogen ihre Metallwerkzeuge auch aus anderen Regionen. Eine Handelsroute scheint in dieser Zeit entlang der Wörnitz verlaufen zu sein. An zwei Stellen konnten Wohnplätze mit Res­ten von Holzhäusern und Wohngruben nachgewiesen wer­den. Herausragende Funde sind ein Bronzemesser und das Fragment eines verzierten Feuerbockes von der Flur Steinäcker.

Die Hallstattzeit (750 bis 500 v. Chr.) wurde durch das Aufkommen des Eisens geprägt. In Deiningen sind mindestens elf Fundorte bezeugt. In der La-Tène-Zeit (500 vor Chr. bis 90 n. Chr.) gehör­te das Ries zum Einflussgebiet der Kelten. Die Kelten hatten erstmals Münzen in Gebrauch. In dieser Zeit waren Doppelspitzbarren aus Eisen als Rohmaterial üblich, die von Handelsleuten vertrieben wurden. In Wechingen und auch in Deiningen sind solche Funde bekannt.

Die Römer überschritten 15. v. Chr. die Alpen und verdrängten um 90 n. Chr. die Kelten. Drei Kastelle (Oberdorf bei Bopfingen,  Nördlingen, Munningen) wurden damals errichtet. Man erschloss das Ries durch zahlreiche Straßen und verteilte das Land an Kriegsveteranen, die ih­ren Besitz mit Landgütern (villae rusticae) ausstatteten. Über hundert hiervon wurden im Ries bisher lokalisiert. Zu Beginn des 2. Jahrhunderts wurden die Rieskastelle aufgegeben und durch Zivilsiedlungen ersetzt. Die Reichsgrenze sicherten die Römer zuerst durch Palisaden und später durch eine Steinmauer, den Limes. Er umspannte unseren Heimatraum in einem großen Bogen als Teil des Römischen Imperiums.

In der Gemarkung Deiningen befand sich am nördlichen Ortsrand und westlich der Eger jeweils ein römischer Gutshof. Im Bereich des Letzteren wurde eine römische Sil­bermünze, ein so genannter Denar, gefunden. Von der anderen »villa rustica« stammt eine Bronzefibel. In der Umgebung des Hohhofes entdeckte man zwei weitere Fund­-
orte. Hier wurden einzelne römische Scherben aufgelesen.

 


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