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Deiningen-Alemannen

Obwohl die Römer nördlich des Hesselberges die Gren­ze nach Norden durch den Limes gegen die Germanen abgesichert hatten, wurde ihr »Reichsgebiet« immer wieder bedroht. Nach einem schweren Alamanneneinfall im Jah­re 259/260 n. Chr. wurde das Gebiet nördlich der Donau und damit auch das Ries von den Römern geräumt.

Die Alamannen führten in der Völkerwanderungszeit (200 bis 500 n. Chr.) ein recht unstetes Leben. Im Bereich einiger römischer Gutshöfe sind einzelne Funde des 3. bis 5. Jahrhunderts bekannt. Regelrechte Siedlungen dieser Zeit bilden jedoch die Ausnahme. Ein Fürstensitz befand sich auf der »Gelben Bürg« bei Dittenheim.

Erst nach der Niederlage der Alamannen im Jahre 496 n. Chr. gegen die Franken wurden in großer Zahl Siedlungen errichtet. Zu den sehr frühen Siedlungen dürfte auch Deiningen im Zentrum des Rieses gehören. Dafür sprechen außer dem Ortsnamen und der sehr frühen urkundlichen Erwähnung auch das Vorhandensein eines alamannischen Reihengräberfriedhofes im nördlichen Ortsbereich.

Die systematische Erforschung der Vor- und Frühgeschichte des Rieses begann bereits im 19. Jahrhundert. In der Deininger Flur wurden beispielsweise in den 20er- und 30er-Jahren durch die Aktivitäten von Dr. Ernst Frickhinger, Nördlingen, einige Fundplätze lokalisiert und auch einzelne Ausgrabungen durchgeführt. In den 70er-Jahren begann Franz Krippner, Augsburg, mit systematischen Begehungen im Ries, die ihn in den späten 80er-Jahren auch nach Deiningen führten. Diese Begehungen wurden l993 abgeschlossen. 25 Neufundstellen wurden entdeckt, so dass die Zahl der Fundplätze in der Flur nun bei etwa 35 liegt.

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