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GEOPARK RIES

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II. Im Jahre 1898 wurden 2090 Fichtenpflanzen gesetzt, 1899 wurde nochmals ein Teil  Fichten gepflanzt. Im Jahr 1919 wurden einige kanadische Pappelbäume gepflanzt. 1901 wurde mit der Aufforstung des Fessenheimer Buckes links der Eisenbahnstrecke an der Grenze zu Holzkirchen mit 5.500 bis 6.000 Waldpflanzen begonnen. Jährlich kam es hier zur Erweiterung der Aufforstungsfläche mit jeweils 3.000 bis 4.000 Pflanzen. Handschriftliche Notizen, die im Gemeindearchiv lagern, geben Auskunft über die 1901 entstandenen Kosten.

Aus den Jahren vor und während des Zweiten Weltkriegs sind zum Teil unterschiedliche Angaben zu den Waldflächen der Gemeinde zu finden. Die Ursache hierfür dürfte im seinerzeitigen Flugplatzbau begründet sein. Waldflächen wurden damals gerodet, später wieder bepflanzt und möglicherweise aus nicht mehr nachvollziehbaren Gründen anders als vorher bewertet.
Aus dieser Zeit stammen auch die Reste der nach Kriegsende gesprengten Munitionsbunker in den nördlichen Waldbereichen. Die Bodennutzungserhebung von 1948 gibt an, dass damals das Bayerische Landesamt für Vermögensverwaltung und Wiedergutmachung in Deiningen 3,92 Hektar Wald besitzt, die Gemeindewaldfläche 12,83 Hektar groß ist und der Kleinprivatwald mit 2,05 Hektar zu Buche schlägt.

Die Brennholzbeschaffung war teilweise noch in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts sowohl ein Kosten- als auch ein Beschaffungsproblem. So gibt es im Gemeindearchiv einen umfangreichen Schriftwechsel aus den 20er- Jahren des vorigen Jahrhunderts mit den staatlichen Forstämtern Wemding und Monheim wegen verbilligten Holzbezugs für Minderbemittelte im Dorf. Damals bestand sogar eine »Gemeinnützige Holzeinkaufsgenossenschaft für das Ries eGmbH«, der auch die Gemeinde Deiningen angehörte. In einem äußerst energischen Stil schreibt am 19. April 1923 die freie Bäckerinnung Nördlingen an den damaligen Bürgermeister, er solle dafür sorgen, dass der örtliche Bäcker J. M. das benötigte Brennholz für sein Gewerbe erhält. Die gesamte seinerzeitige Problematik war sicherlich neben anderen Gründen ein wichtiges Motiv für die mit hohem Eifer begonnenen Aufforstungen.

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