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III. Solange es Menschen gibt, wird die Jagd als legitime Form der Bodennutzung angesehen. Bot sie in früheren Zeiten unseren Ahnen Nahrung, Kleidung und Werkzeuge, so entwickelte sie sich bis zum späten Mittelalter zu einem Privileg der Herrschenden. Spä­tes­tens ab dem vergangenen Jahrhundert kann sie wieder von jenen Bürgern ausgeübt werden, die im Besitz eines Jagdscheines sind und alle einschlägigen Vorschriften beachten. Unter den Rieser Jagden zählt die von Deiningen sicherlich zu den interessantesten und begehrtesten. Hauptgründe dürften sein, dass es hier immer noch gute Hasenbestände gibt und der Waldanteil eine Jagd insgesamt aufwertet. Trotzdem wäre es nicht richtig, dieses The­ma getrennt nach Wald und Feld zu betrachten. Die meisten der Wildarten leben nämlich teils im Wald und in der freien Natur. Dies kann ein knapper Exkurs hin zur Deininger Jagd durchaus aufzeigen, wobei daran erinnert wird, dass bis 1986 der Teil nördlich der Wemdinger Stra­ße vom Fürstlichen Haus Oettingen-Wallerstein bejagt wurde.

Die erfolgreichste Jagd der vergangenen Jahrzehnte fand am 8. Dezember 1964 statt. Bejagt wurden Teile von Deiningen, Pfäfflingen und Wechingen. Dabei konnten bei 5 Vorstehtreiben von 8 Schützen insgesamt 574 Hasen erlegt werden. Und dies, obwohl in dem sehr strengen Winter 62/63 viel Wild infolge der lange andauernden hohen und vereisten Schneedecke verhungerte. Anno 1976 konnten allein im Möderholz 215 Hasen geschossen werden.

Je nach Wetterlage liegen mehr Hasen im Wald oder im Feld. Seit 1982 werden keine großen Treibjagden mehr gehalten. In den 60er-Jahren wurden im Möderholz bis zu 100 Fasanen geschossen. Rebhühner hat es im Feld immer gegeben, jedoch war Deiningen keine besondere Hochburg. Das Raubwild und Raubzeug wurde von den Berufsjägern allzeit scharf bejagt. Solange es vom Jagdgesetz erlaubt war, trifft dies auch auf Greifvögel zu. Rehwild war immer schon reichlich vorhanden. Besonders im Winter hält es sich bevorzugt im Wald auf. Im Sommer verteilt sich der Bestand teilweise auch auf die umliegenden Feldjagden.

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