INFOTHEK DEININGEN

GEOPARK RIES

Bohrungen, bei denen Bohrkernmaterial gewonnen wird, sind das beste Hilfsmittel, um in die geologischen Tiefenstruktur eines Gebietes Einblick zu nehmen. Im vorliegenden Fall ist das nicht anders. Von den zahlreichen Bohrungen innerhalb und außerhalb des Gemeindegebietes wurden nachstehende herausgegriffen, um zum einen die tieferen Gesteinsschichten vorstellen, aber auch auf ­etwaige Bodenschätze hinweisen zu können:

Bohrung Deiningen 1

Vom 11. Dezember 1953 bis zum 16. Januar 1954 wurde in der Gemarkung Deiningen bei einer Höhenlage des Bohransatzes von 415,5 m NN eine Kernbohrung niedergebracht, die bei 350,4 m Bohrlänge die Endteufe erreichte. Auftraggeber war die Deutsche Erdöl-Aktiengesellschaft (DEA).

Die Klärung der Frage nach dem Transportmedium dieser Gesteinstrümmer in den Krater (etwa durch Flüsse oder durch den Wind) wird allerdings umgangen. Das da­r­über liegende, mehr tonige Material, ist dagegen eindeutig als Riesseeablagerung anzusprechen (mit eingeschalteten Kohlelagen), während das letzte Schichtglied bis zur Endteufe dem Becken- oder Rückfallsuevit entspricht. Diesen beschreibt FÖRSTNER (1967) mit den für den Suevit typischen Eigenschaften: grob zertrümmerte Grundgebirgsstücke, frisch und eckig, feinkörnige Grundmasse, Riesgläser (geschmolzene Gesteinspartien).

Mit dieser Schichtfolge ist auch der Nachweis verbunden, dass sich das Gemeindegebiet Deiningens innerhalb des o. g. »Inneren Ringes« befindet und damit zu dem tiefen Teil des Gesamtkraters, dem so genannten Übergangskrater, gehört.

 

weiter >>