INFOTHEK DEININGEN

GEOPARK RIES

Um das jetzige Erscheinungsbild  der geologischen Struk­­tur des Rieses und darin eingebettet das des Gemein­de­gebietes von Deiningen  zu verstehen, ist es notwendig, zu­nächst einen Blick auf die geologischen Verhältnisse unseres Raumes vor der Riesentstehung zu werfen.

Die geologischen Verhältnisse vor der Ries-Katastrophe (und natürlich auch danach) sind durch zahlreiche Bohrungen, Kartierungen, aber auch geoelektrische und geoseismische Messungen gut erschlossen. Besonders aber die leicht zugänglichen Zeugenberge in der Umgebung des Rieses, wie Ipf oder Hesselberg,  bieten anschauliche Gelegenheiten, die ungestörten Gesteinsabfolgen und de­ren Eigenschaften zu beobachten, wie sie vor dem Ries­ereignis auftraten.

Wollte man heute eine Bohrung auf dem Gipfelplateau des Ipf niederbringen, würde man zwei große Gesteinsserien antreffen:

– eine zunächst etwa 700 m mächtige Wechselfolge von Ablagerungsgesteinen, so genannte Sedimente, die hauptsächlich zur Formation des Jura gehören und damit 135 – 195 Millionen Jahre alt sind. Diese Formation gliedert sich in den (von unten nach oben):

... Schwarzen Jura oder Lias,
... Braunen Jura oder Dogger
... und den Weißen Jura oder Malm.

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