INFOTHEK DEININGEN

GEOPARK RIES

 

I. 1934 forderte die Regierung die Gemeinde Deiningen auf, einen Kindergarten einzurichten, was dann auch im selben Jahr in Angriff genommen wurde. Da keine Räume vorhanden waren, hat man ein ehemaliges landwirtschaftliches Anwesen angemietet und entsprechend hergerichtet. Die Kinder wurden damals von der »Tante Rosa« (Rosa Thum) aus Nördlingen betreut.

Der damalige Bürgermeister Gottfried Beck und der Gemeinderat haben am 7. Juli 1937 beschlossen, einen neuen Kindergarten zu bauen. Das Grundstück konnte 1937 erworben werden. Architekt Karl Christmann aus Nördlingen erhielt den Auftrag, mit der Planung des neuen Kindergartens zu beginnen.

Interessant im Nachhinein, dass vorgeschrieben wurde, einen Luftschutzraum im Keller einzurichten. Eine Heizung mit Holz und Kohle, der Wasseranschluss an die Druckleitung, die von Nördlingen zum Flugplatz bereits vorhanden war, und der Bau eines Spielgartens mit Planschbecken und einer Spielhalle waren in die Planungen ebenfalls mit einzubeziehen.

Im Juli 1939 konnte der erste Spatenstich vollzogen werden. Der Kindergartenneubau schritt gut voran, wenngleich es immer wieder Probleme mit der Materialbeschaffung wesentlich deshalb gab, weil zwischenzeitlich der Zweite Weltkrieg ausgebrochen war. Am 30. Januar 1941 wurde der Kindergarten im Rahmen einer »großen Eröffnungsfeier« eingeweiht.

80 Kinder aus dem Dorf besuchten damals den Kindergarten. Im Dachgeschoss hatte man die Säuglings-Krippe untergebracht, damit die Mütter ihrer Arbeit im Haus, Hof und auf den Feldern ungestört nachgehen konnten. Hier gab es auch die Wohn- und Schlafräume für die Betreuerinnen.

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